Kundengeschenke, die bleiben: Ideen für jeden Anlass – und was steuerlich gilt
Franziska FalkensteinShare
Im Dezember stapeln sich in deutschen Büros die immer gleichen Kartons: Kalender mit Firmenlogo, Kugelschreiber im Zehnerpack, irgendwo eine Dose Gebäck. Das meiste davon ist im Januar vergessen – und mit ihm der Absender. Dabei war die Absicht die beste: Danke sagen, in Erinnerung bleiben, eine Geschäftsbeziehung pflegen. Nur das Geschenk konnte sie nicht tragen.
Ein gutes Kundengeschenk funktioniert anders. Es wird benutzt statt verstaut, es sagt etwas über Ihr Unternehmen aus – und es hält sich ganz nebenbei an die steuerlichen Spielregeln. Wie das zusammengeht, lesen Sie hier.
Was eignet sich als Kundengeschenk?
Als Kundengeschenke eignen sich hochwertige Dinge des täglichen Gebrauchs, die Freude machen, ohne aufdringlich zu werben: nachfüllbare Raumdüfte für das Büro, Naturkosmetik-Sets, feine Seifen oder dezent personalisierte Accessoires. Entscheidend ist, dass das Geschenk zur Beziehung passt, im Alltag präsent bleibt – und die steuerliche Freigrenze von 50 Euro pro Person und Jahr nicht überschreitet, wenn es als Betriebsausgabe zählen soll.
Warum die besten Kundengeschenke im Alltag wohnen
Ein Geschenk wirkt so lange, wie es sichtbar ist. Der Wein ist nach einem Abend getrunken, der Kalender hängt neben fünf anderen – aber ein Raumduft im Empfangsbereich arbeitet wochenlang, und jedes Nachfüllen erinnert an den Absender. Genau deshalb sind Düfte und Pflegeprodukte als Kundengeschenke so wirksam: Sie besetzen die Sinne, nicht den Schrank.
Dazu kommt die Botschaft hinter dem Geschenk. Wer Naturprodukte verschenkt – vegan, tierversuchsfrei, nachfüllbar –, sagt damit auch etwas über die eigenen Werte. Für Unternehmen, die Nachhaltigkeit nicht nur in den Geschäftsbericht schreiben wollen, ist das Kundengeschenk die vielleicht greifbarste Gelegenheit, sie zu zeigen.
Kundengeschenk-Ideen nach Anlass
| Anlass | Passende Geschenkidee | Preisrahmen* |
|---|---|---|
| Weihnachten / Jahresende | Nachfüllbarer Raumduft im Glasflakon | ca. 20–40 € |
| Dankeschön nach Projektabschluss | Naturkosmetik-Geschenkset | ca. 25–50 € |
| Geburtstag von Geschäftspartnern | Duftkerze oder Körperpflege-Set | ca. 15–40 € |
| Kleine Aufmerksamkeit zwischendurch | Handseife oder Lippenpflege aus der Natur | ca. 10–20 € |
| Messe & Kundenveranstaltung | Trink-Schilfhalme mit Logo-Gravur | ca. 10–25 € |
| Neukunden-Begrüßung | Probenset zum Kennenlernen | ca. 10–15 € |
*Circa-Angaben; die aktuellen Preise finden Sie bei den jeweiligen Produkten. Praktisch: Die meisten Ideen bleiben unter der 50-€-Freigrenze.
Welche Kundengeschenke sind steuerlich absetzbar?
Hier die Regel, nach der Unternehmen am häufigsten fragen: Seit dem 1. Januar 2024 sind Geschenke an Geschäftspartner und Kunden bis 50 Euro pro Person und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG). Die Grenze wurde mit dem Wachstumschancengesetz von zuvor 35 Euro angehoben. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen gilt die Grenze netto.
Drei Dinge sind dabei wichtig:
Die 50 Euro sind eine Freigrenze, kein Freibetrag: Kostet das Geschenk auch nur einen Cent mehr, entfällt der Abzug komplett – nicht nur für den übersteigenden Teil. Die Grenze gilt pro Empfänger und Jahr, mehrere kleine Geschenke an dieselbe Person werden also zusammengerechnet. Und die Aufwendungen müssen einzeln und getrennt aufgezeichnet werden, damit das Finanzamt sie anerkennt.
Dieser Abschnitt ersetzt keine Steuerberatung – die Details für Ihren Fall klärt Ihr Steuerbüro. Quellen: Haufe, IWW-Institut, Stand Juli 2026.
Wie macht man Kundengeschenke persönlich – ohne aufdringlich zu sein?
Die Angst, mit einem Geschenk distanzlos oder unpassend zu wirken, ist der häufigste Grund, warum Unternehmen am Ende doch wieder zum Kalender greifen. Dabei ist die Lösung einfach: Persönlich heißt nicht privat.
Eine handgeschriebene Karte statt gedruckter Grußformel. Ein Duft, der zur Jahreszeit passt, statt Massenware. Eine dezente Logo-Gravur auf einem nützlichen Accessoire statt Werbeaufdruck in Firmenfarben. Die Grenze verläuft dort, wo das Geschenk mehr über den Empfänger wissen will, als die Geschäftsbeziehung hergibt – Pflegeprodukte für zu Hause funktionieren, solange sie hochwertig und neutral gewählt sind; alles, was Figur, Alter oder Privatleben kommentiert, funktioniert nicht.
Ein bewährter Kompromiss: Geschenke fürs Büro statt für die Person. Ein Raumduft für den Empfangsbereich beschenkt das ganze Team – und niemand muss sich fragen, ob das Geschenk angemessen war.

Häufige Fragen zu Kundengeschenken
Wie bedanke ich mich bei Kunden richtig?
Zeitnah, persönlich und ohne Gegenleistung zu erwarten: ein hochwertiges kleines Geschenk mit handgeschriebener Karte nach einem Projektabschluss wirkt stärker als das obligatorische Weihnachtspaket im Dezember – gerade weil es nicht jeder macht.
Sind Geschenkkörbe noch zeitgemäß?
Der klassische Präsentkorb ist selten geworden, das Prinzip aber lebendig: Statt Wurst und Wein sind es heute kuratierte Sets – etwa Naturkosmetik in festlicher Verpackung –, die denselben Überraschungsmoment bieten, aber moderner und persönlicher wirken.
Was schenkt man Geschäftspartnern zum Geburtstag?
Etwas Hochwertiges ohne Werbeaufdruck: eine Duftkerze, ein Pflege-Set oder ein Raumduft. Zum Geburtstag zählt die Geste mehr als das Logo – die Marke darf auf der Karte stehen, nicht auf dem Geschenk.
Was kostet ein gutes Kundengeschenk?
Zwischen 10 und 50 Euro liegt der Bereich, in dem ein Geschenk wertig wirkt und steuerlich unkompliziert bleibt. Nach oben setzt die 50-€-Freigrenze eine natürliche Kante – was darüber liegt, ist steuerlich nicht mehr abziehbar.
Gibt es eine Mindestbestellmenge für Firmengeschenke?
Bei LACARLA nicht – vom einzelnen Dankeschön bis zur Bestellung für die ganze Kundenliste, auch für kleine Betriebe. → Für Unternehmen

Vom Gedanken zum Geschenk
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