Kaire Pagliuca: die Frau hinter der Geschichte von MAGRADA
Liisa TrisbergShare
Hinter MAGRADA steht Gründerin Kaire Pagliuca, deren Interesse an Pflanzen, Schönheit und natürlicher Hautpflege lange vor der Geburt von MAGRADA begann. Tatsächlich führen die allerersten Fäden dieser Geschichte zurück in Kaires Kindheit, zum Apothekerwissen ihrer Großmutter und zu handgeschriebenen Schönheitsheften. Zu Kaires Geburtstag gehen wir zurück an den Anfang. Wie entstand MAGRADA? Woher kommt der Name? Was war die allererste Pflege? Und was hat Kaire all die Jahre in Bewegung gehalten?
Diesmal erzählt nicht nur Kaire selbst von sich. Zu Wort kommen auch die Menschen, die sie am besten kennen – Kolleginnen, ihre Kinder, ihre Enkelin, ihr Ehemann und ihre langjährige Kooperationspartnerin Lauren.
Kaire, wie ist MAGRADA entstanden? Womit hat alles angefangen?
MAGRADA wurde 2015 gegründet, aber für mich reichen die Wurzeln dieser Geschichte viel weiter zurück. Einen wichtigen Ausgangspunkt verbinde ich mit dem Jahr 1998, als Lisanna geboren wurde. Ich hatte gerade das Gymnasium abgeschlossen, war erst 18 Jahre alt, und schon als Lisanna zwei Wochen alt war, bekam sie allergische Ausschläge auf der Haut.
Meine Großmutter arbeitete in der örtlichen Apotheke, und gemeinsam begannen wir, nach möglichst sanften Lösungen für die tägliche Pflege ihrer Babyhaut zu suchen. Von da an vertiefte sich mein Interesse an der Natur, an Pflanzen, an natürlicher Kosmetik und an der Welt der Schönheit noch mehr.
Eigentlich war dieses Interesse schon viel früher in mir. Als Kind sammelte ich Schönheitstipps, Rezepte und Pflanzenwissen, schrieb sie in Hefte und schnitt aus Zeitschriften alles aus, was spannend und aufbewahrenswert schien. Diese Hefte habe ich bis heute.
Heute ist es sehr interessant, sie anzuschauen – zu sehen, wie sehr sich die Welt der Schönheit verändert hat, und zugleich, wie viel gleich geblieben ist. Sehr oft liegt der Zauber gerade in der Einfachheit.

Woher kommt der Name MAGRADA?
Als ich einen Namen für das Unternehmen suchte, war der Gedanke eigentlich ganz einfach. Ich wollte etwas, das „Es gefällt mir“ bedeutet. Ich suchte diesen Ausdruck in verschiedenen Sprachen, und auf Katalanisch klingt er m’agrada. Das kam mir sofort lieblich, warm und irgendwie richtig vor. Später entstand noch eine tiefere Verbindung zu dem Namen. Bei der Erforschung der Geschichte meiner Vorfahren bin ich in Südfrankreich gelandet, in der Gegend um Carcassonne. Das ist dieselbe südeuropäische Mittelmeerwelt, zu der auch Katalonien gehört.
Heute ist auch ein Teil der Entstehung von MAGRADA mit dieser Region verbunden: Von dort kommen unsere Öle, dort entstehen unsere Düfte, ein Teil der Entwicklungs- und Produktionsprozesse findet in französischen Laboren statt, und MAGRADA gibt es auch in Paris. Bei der Wahl des Namens war all das nicht bewusst geplant. Im Nachhinein wirkt es aber bedeutungsvoll, wie ein Name, der sich einst einfach richtig anfühlte, und unsere heutigen Entscheidungen zusammengewachsen sind.
Was war die allererste Pflege von MAGRADA?
Eine Seife mit Birkensaft.
Auch dahinter steckt für mich eine sehr persönliche Geschichte. Meine Mutter sammelte jedes Frühjahr Birkensaft, und der Saft begann meist Ende März zu fließen. Meine Mutter hat am 29. März Geburtstag, deshalb war Birkensaft für mich immer mit dem Frühling, dem Erwachen und einem neuen Anfang verbunden.
In unserer Familie war das Sammeln von Birkensaft eine Frühlingstradition. Deshalb war auch die erste Seife für mich nicht einfach irgendein Kosmetikprodukt. In ihr steckten die Kindheit, die Vorfreude auf den Frühling und das Gefühl, dass etwas Neues beginnt.

Was hat sich in all den Jahren am meisten verändert – du oder MAGRADA?
Sicher beides, aber am meisten habe ich mich selbst verändert. Noch vor einigen Jahren konnte mich der Gedanke an einen öffentlichen Auftritt sehr nervös machen. Ich war schon in der Situation, vor einer Bühne zu stehen und zu spüren, dass ich kein einziges Wort herausbringe. Heute kann ich ganz frei über mich, über MAGRADA und über das sprechen, was wir erschaffen.
MAGRADA hat mir sehr viel Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Mut gegeben. Gleichzeitig hat auch die Marke einen enormen Entwicklungssprung gemacht – unsere Verpackungen, die Rezepturen und die gesamte visuelle Welt. Wenn ich sehe, wie viele liebe Kundinnen und Kunden wir in Estland haben und wie weit wir gekommen sind, empfinde ich sehr große Dankbarkeit.
Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir erst am Anfang des Weges stehen.
Was war die größte Herausforderung, und worauf bist du am meisten stolz?
Eine der größten Herausforderungen war es zu lernen, keine Kompromisse dort einzugehen, wo ich innerlich spüre, dass etwas noch nicht ganz richtig ist. Ich bin von Natur aus Maximalistin. Keine Verpackung und keine Pflege kommt bei mir auf den Markt, nur weil es „schon reicht“. Wenn mich ein Detail nicht loslässt – sei es die Rezeptur, die Textur, der Duft, die Verpackung oder eine ganz kleine Nuance –, arbeiten wir weiter daran.
Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, meinem Bauchgefühl sehr zu vertrauen. Wir verbessern die Rezeptur, ergänzen die Pflege und ändern Details so lange, bis ich das Gefühl habe, jetzt wirklich zufrieden zu sein. Am meisten bin ich stolz darauf, dass ich auf diesem ganzen Weg der Stimme meines Herzens gefolgt bin und in schweren Momenten nicht aufgegeben habe.
Unsere Pflege hat viele Auszeichnungen erhalten, aber für mich ist das Wichtigste das Wissen, dass hinter jeder einzelnen wirklich Herz, Arbeit und der Wunsch stecken, es so gut wie möglich zu machen. Und natürlich ist das nicht nur mein Weg. Dahinter steht unser ganzes Team. Dieser gemeinsame Schöpfungsprozess ist einer der schönsten Teile der MAGRADA-Geschichte.
Und wie sehen andere Kaire?
Die Entstehungsgeschichte von MAGRADA erzählt schon ziemlich viel darüber, wie Kaire als Schöpferin und Unternehmerin ist. Aber wie ist sie für die Menschen, die mit ihr zusammenarbeiten, wachsen, träumen und leben? Wir haben sie selbst gefragt. Während Kaire MAGRADA mit den Worten warm, herzlich und innovativ beschreibt, verwenden die Menschen um sie herum überraschend ähnliche Worte für sie selbst.
Kaires Schwester und Kollegin Merike beschreibt sie als zart, feminin und feinfühlig. Für Liia ist Kaire strahlend, hingebungsvoll und warmherzig. „Was Kaire zu Kaire macht, sind ihre Energie, ihr unglaublicher Fleiß und ihre Fähigkeit, Licht und Freude in jeden Tag zu bringen.“
Eine von Merikes lebhaftesten Erinnerungen führt zurück in eine Zeit, als noch niemand etwas von MAGRADA ahnte. Sie erinnert sich an die kleine Kaire, wie sie in Mutters Kosmetiktasche stöberte und mit türkisblauem Lidschatten experimentierte. Und die Schönheit beschränkte sich nicht auf die Kosmetiktasche. Einmal pflückte die kleine Kaire alle Blüten von Großmutters Rosen ab und verkündete dann völlig selbstbewusst: „Kaire macht sie wieder dran!“
Was ist Kaires Superkraft? Groß zu träumen und diese Träume wahr werden zu lassen. Merike nennt als Kaires Superkraft die Fähigkeit, „ihren Lebenstraum zu erschaffen“.
Triin sieht es genauso: „Meiner Meinung nach ist Kaires Superkraft, außergewöhnlich groß zu träumen. Zur Superkraft wird das durch die Tatsache, dass all diese Träume offenbar in Erfüllung gehen. Selbst die unglaublichsten!“
Für Liia liegt Kaires Stärke dagegen in ihrer Intuition und ihrem Gespür: „Sie weiß immer genau, wann jemand ein ermutigendes Wort oder ein unterstützendes Lächeln braucht.“ Vielleicht sind genau das Kaires zwei untrennbare Seiten: das Gespür für ganz kleine Dinge und der Mut, ganz groß zu träumen.

Kaire als Mutter und Großmutter
Neben ihrer Rolle als Unternehmerin und Gründerin von MAGRADA war für Kaire immer ihre Familie das Wichtigste. Sie ist Mutter von drei Kindern und Großmutter, und durch die Antworten ihrer Kinder zieht sich ein und derselbe Gedanke: Mama ist immer da.
„Wenn man selbst Mutter ist, sieht man die Mutterrolle ganz anders“, sagt Tochter Lisanna. „Meine Mutter steht immer für ihre Kinder ein wie eine echte Löwenmutter. Es ist ihr sehr wichtig, wie es ihren Kindern geht, aber gleichzeitig beherrscht sie die feine Kunst, uns genug Freiheit zu geben, um das Leben und seine Farben selbst zu entdecken. Sie war schon immer so ein inspirierender Mensch.“
Tochter Margaret beschreibt ihre Mutter mit drei Worten: fürsorglich, süß und lustig. „Egal, in welcher Situation sie selbst gerade ist, sie findet immer die Kraft, für ihre Kinder da zu sein, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen.“
Sohn Markus sagt: „Sie hilft immer, hört zu und findet eine Lösung. Sie ist da, ganz egal, wann man sie braucht. Sie ist die beste Mutter, die man sich wünschen kann.“
Was hat ihre Mutter ihnen mitgegeben?
In den Antworten der Kinder wiederholen sich dieselben Werte, denen man auch in der Geschichte von MAGRADA begegnet: Fürsorge, Positivität, Zielstrebigkeit und der Glaube, dass sich immer eine Lösung findet.
„Von meiner Mutter habe ich gelernt, dass es für jede Situation eine Lösung gibt. Und zweitens: Träume so groß, wie du nur kannst“, sagt Lisanna.
Margaret hat von ihrer Mutter gelernt, sich um andere zu kümmern, wohlwollend zu sein und das Gute in Menschen zu sehen. Markus nennt Zielstrebigkeit und Unternehmergeist und genau diese Fähigkeit, in Menschen zuerst das Gute zu suchen.
Und wie ist Kaire als Großmutter?
Darauf kann Enkelin Mia am besten antworten:
„Sie ist lieb und sie hat mich ganz doll lieb. Sie ist immer nett und freundlich zu mir und lacht viel. Sie küsst und knuddelt mich gern und verbringt gern Zeit mit mir. Sie kann so gut malen. Sie passt auf mich auf.“

Kaire mit den Augen ihres Ehemanns Luis
Kaires Träume, Freuden und verrückte Ideen kennt wohl niemand so gut wie ihr Ehemann Luis. Fragt man ihn, was ihn anfangs an Kaire angezogen hat, kommt Luis auf eine Eigenschaft, die er bis heute an ihr schätzt: „Neben ihrer Schönheit haben mich vor allem ihre Einfachheit und ihre Weiblichkeit bezaubert. Weißt du, so eine Frau findet man nicht leicht!“
„Kaire hat viele gute Eigenschaften, aber ihre Einfachheit sticht besonders hervor. Alles, was sie tut, macht sie zu etwas Besonderem.“ Und wenn andere Kaire als strahlend und positiv beschreiben, kennt Luis diese Seite an ihr vielleicht am besten: „Kaire lächelt immer, ganz egal in welcher Situation. Das ist ihr Geheimnis – sie lacht und freut sich über jeden Moment.“
Ein einzelnes, besonders tolles gemeinsames Abenteuer möchte Luis gar nicht herauspicken: „Seit ich sie kennengelernt habe, ist jeder Tag für uns ein Abenteuer und jeder Moment wunderbar gewesen.“ Zum Geburtstag wünscht er Kaire etwas ganz Kaire-Typisches:
„Ich wünsche ihr, dass all ihre Träume in Erfüllung gehen – und ich versichere, sie hat viele!“

Kaire mit den Augen von Lauren Villmann
Die Zusammenarbeit begann auf Laurens eigene Initiative. Die Pflege und das Wesen der Marke MAGRADA gefielen ihr schon, bevor sie Kaire und Lisanna mit ihrer ersten Idee schrieb. „Ich habe mich selbst mit der verrückten Idee an Kaire und Lisanna gewandt, gemeinsam etwas zu erschaffen, weil ich in ihrer Marke so viel Potenzial gesehen habe und mein Herz mir zugeflüstert hat, dass mich etwas mit ihnen verbindet.“
Ziemlich schnell wurde klar, dass ihre Vorstellungen und Werte zusammenpassen. Aus einer gewöhnlichen Zusammenarbeit wuchs die Möglichkeit, wirklich gemeinsam Pflege zu entwickeln. „An MAGRADA schätze ich sehr, dass es eine estnische Marke ist, hinter der echte Menschen, sehr viel Herz und unglaublich hohe Standards stehen. Nichts wird einfach gemacht, um ‚etwas herauszubringen‘. Jedes Detail muss durchdacht und die Pflege wirklich gut sein.“
An den ersten Videoanruf mit Kaire erinnert sich Lauren bis heute. „Mein erster Eindruck von Kaire war, dass sie ein sehr warmer und direkter Mensch ist. Ich habe sofort gespürt, mit wie viel Leidenschaft und Hingabe sie MAGRADA macht.“ Mit den Jahren ist zu diesem ersten Eindruck noch eine weitere Seite hinzugekommen. Lauren beschreibt Kaire als einen Menschen, der zugleich sehr warm und sehr stark ist – gründlich und anspruchsvoll in dem, was sie erschafft, aber gleichzeitig menschlich, analytisch und fürsorglich.
„Wenn ich mit einer Idee, einem Wunsch oder manchmal wahrscheinlich völlig verrückten Gedanken komme, ist die erste Reaktion nicht ‚das geht nicht‘, sondern eher: Lass uns gemeinsam überlegen, wie es gehen könnte.“ Laut Lauren hat Kaire auch die Fähigkeit, eine Idee noch einen Schritt weiterzuführen. „Sie kann ein Stück größer denken, als ich mich getraut hätte. Kaire hat einen sehr, sehr starken inneren Kompass und eine starke Intuition. Sie hat den Mut, Risiken einzugehen, und ich bewundere diesen Mut.“

In all den Jahren sind Lauren vor allem die Geschichten in Erinnerung geblieben, die die beiden miteinander geteilt haben – aus dem echten Leben, über seine Schwierigkeiten, Schmerz, Glück und Glücksfälle. Und vielleicht ist gerade deshalb auch die wichtigste Lektion, die Lauren aus ihrer Zusammenarbeit mitnimmt, ganz einfach: niemals aufgeben und immer Raum für Entwicklung lassen – im Leben wie im Geschäft.
In ihrem Geburtstagswunsch kehrt Lauren zu etwas zurück, das sich durch diese ganze Geschichte zieht – zum großen Träumen.
„Ich wünsche ihr, dass sie inmitten all dessen, was sie ständig erschafft, wachsen lässt und anderen gibt, manchmal kurz innehalten und selbst sehen kann, was für eine großartige Sache sie aufgebaut hat. Und dass ihr weiterhin der Mut bleibt, groß zu träumen – denn ich habe das Gefühl, dass die schönsten Kapitel von MAGRADA noch vor uns liegen.“
Dieser Beitrag von Liisa Trisberg erschien im Original auf Estnisch im Blog von MAGRADA Organic Cosmetics: „Kaire Pagliuca: naine Magrada loo taga“. Deutsche Übersetzung: LACARLA.
Die Naturkosmetik von MAGRADA finden Sie bei LACARLA in der Kollektion MAGRADA Organic Cosmetics.